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Infos - Isolierte Auffangeinrichtung
 
ISOLIERTE AUFFANGEINRICHTUNG
 
Die Notwendigkeit, Dachaufbauten durch eine "isolierte Fangeinrichtung" zu schützen, damit das Ableiten von Blitzteilströmen ins Gebäudeinnere vermieden wird, ist als Stand der Technik bekannt und wird von informierten Planern oder Errichtern von Blitzschutzanlagen berücksichtigt. isolierte Auffangeinrichtung
Für einzelstehende Dachaufbauten kann durch eine einzelne Fangstange oder eine Kombination mehrerer Stangen dieser Schutz realisiert werden. Dabei sind lediglich zwei Vorgaben zu beachten:
  • Schutzwinkel:
    Der Schutzbereich einer einzelnen Fangstange ist bei den relevanten Gebäudehöhen mit 45° zwischen der Vertikalen und der Schutzbereichsbegrenzung anzusetzen. Eine einzelne Stange bietet demzufolge einen kegelförmigen Schutzbereich.
    Bei der Kombination mehrerer Stangen kann zwischen den Spitzen ein fiktives Seil "gespannt" werden, unter dem wiederum ein entsprechender Schutzbereich besteht. Bis zu einem Stangenabstand von 5 m kann der "Seildurchhang" mit ó 0,2 m angenommen werden.
  • Abstand vom zu schützenden Objekt:
    Es muß zwischen der/den Stange(n) und dem zu schützenden Objekt ein von verschiedenen Parametern abhängiger Mindestabstand eingehalten werden, um einen Überschlag zu vermeiden. Ein Abstand von 0,7 m ist als Höchstwert in der Regel ausreichend.
Bei sehr großen Dachaufbauten konnte ein solcher Schutz durch Fangstangen bisher oft nicht realisiert werden, da die Stangen zu hoch und damit kippgefährdet wurden oder eine allseitige Abspannung der Stangen nicht möglich war.
 
In Einzelfällen wurden Konstruktionen ähnlich einer Pergola errichtet, dies bedingte jedoch die Zustimmung von Architekt, Statiker, Dachdecker und Nutzer, da es sich in der Regel um sehr aufwendige Konstruktionen handelte.
 
Auch die Abstandsforderung führte bei sehr dicht stehenden Dachaufbauten, wie beispielsweise den Kühlern und Lüftern über einem Rechenzentrum, zu Problemen. Der Mindestabstand gilt ja nicht nur zwischen der Stange und dem Objekt, sondern muß auch zwischen Anschluß- und Verbindungsleitungen der Blitzschutzanlage und den Objekten und deren Zuleitungen eingehalten werden.
 
Als "Kompromiß" konnte bisweilen nur die schlechtere Lösung, nämlich der Anschluß des Bauteils über eine Funkenstrecke, wohlgemerkt eine Trennfunkenstrecke, gewählt werden.
 
Dies ist ab sofort nicht mehr nötig!
 
Auf Anregung des Sachverständigen Herrn Mildenberger wurde in Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung einer Aachener Versicherungsgesellschaft auf dem Dach des Rechenzentrums eine neue Schutztechnik verwirklicht. Dabei handelt es sich um die Anwendung der weiter oben dargestellten Prinzipien, jedoch erweitert um eine neue Art der Befestigung, um die geforderten Abstände einzuhalten.
 
Die Fangstangen werden durch ein über die zu schützenden Lüfter und Klimageräte "gespanntes" Fangnetz ersetzt. Die Befestigung des Netzes erfolgt mit einem nichtleitenden Werkstoff aus der Hochspannungstechnik. Die Netzstützen können direkt am zu schützenden Objekt befestigt werden, die mechanischen Eigenschaften sind ausreichend, um den Anforderungen des "Aachener Wetters" zu trotzen. Selbst bei ausgedehnten Schutzbereichen ist eine feingliedrige Konstruktion möglich.
 
Mit dieser nicht billigen, aber preiswerten Lösung kann ein richtiger und sinnvoller Schutz für fast alle denkbaren Anwendungsfälle verwirklicht werden, wobei diese Lösung statisch und optisch weitaus geringere "Anforderungen" als vergleichbare Überbauungen stellt. Die Standardfarbe des Werkstoffes ist weiß, bei größeren Mengen ist eine Fertigung in jeder RAL-Farbe möglich.
 
Weitere Fragen, Anregungen oder die Bitte um ein Angebot für Ihren Anwendungsfall richten Sie bitte an uns, wir lassen Sie nicht im Gewitter stehen.