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Infos - Blitzschutz-Potentialausgleich
 
BLITZSCHUTZ-POTENTIALAUSGLEICH
 
Bei einem Blitzeinschlag wird die Erdungsanlage eines Gebäudes kurzzeitig auf ein sehr hohes Spannungsniveau angehoben, wobei durchaus einige hunderttausend Volt erreicht werden können.
 
Damit keine Personengefährdung oder Schäden an Geräten auftreten können, werden alle metallenen Installationen (Gas-, Wasser- und Heizungsleitungen sowie großflächige Metallteile) und alle in das Gebäude eintretenden Rohre und Leitungen in den Blitzschutzpotentialausgleich einbezogen.
 
Dazu gehören auch die aktiven, also spannungsführenden Adern von Elektro- und Fernmeldezuleitungen, Antennen- oder Breitbandkabeln und auch datentechnische Leitungen.
 
Näherungsweise fließen bei einem Blitzeinschlag 50 % der Blitzenergie über die Erdungsanlage selbst, die weiteren 50 % verteilen sich auf die genannten Rohre und Leitungen. Das bedeutet, daß für die Verbindungen und Anschlüsse, aber auch für die Schutzgeräte an den spannungsführenden Adern, blitzstromtragfähige Bauteile verwendet werden müssen.
 
Bei bestimmten Kabeltypen, zum Beispiel bei Koax-Kabeln oder Fernmeldeleitungen geringen Querschnitts genügen Schutzgeräte mit einem geringeren Ableitvermögen. Voraussetzung ist allerdings, daß der Blitzschutzpotentialausgleich an allen anderen Installationen, Rohren und Leitungen fachgerecht ausgeführt ist.
 
Blitzschutzpotentialausgleich ist also eine Aufgabe für den Blitzschutzfachbetrieb.